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	<title>os65.ch - Uem/FU OS 65</title>
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	<description>offiziersschule 65 dübendorf</description>
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		<title>Das OS-Buch</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 15:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast ein Jahr hat es gedauert. Der eigentliche Plan, das Buch in der VBA Tm 61 fertigzustellen, konnte mangels Zeit nicht umgesetzt werden. Nun in ein paar Tagen sind wir bereits seit einem Jahr Offiziere. Und es hat nun endlich mit unserem eigenen OS Buch geklappt. Zum Anfassen ist es noch etwas anderes, aber wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast ein Jahr hat es gedauert. Der eigentliche Plan, das Buch in der VBA Tm 61 fertigzustellen, konnte mangels Zeit nicht umgesetzt werden. Nun in ein paar Tagen sind wir bereits seit einem Jahr Offiziere. Und es hat nun endlich mit unserem eigenen OS Buch geklappt. Zum Anfassen ist es noch etwas anderes, aber wir machen es möglich, sich die etwas mehr als 100 Seiten im Internet <a title="OS-Buch" href="http://issuu.com/patrickfeustle/docs/os-buch">anzusehen</a>.</p>
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<div style="width: 408px; text-align: left;"><a href="http://issuu.com" target="_blank">Get your own</a> &#8211; <a href="http://issuu.com/patrickfeustle/docs/os-buch?mode=embed&amp;documentId=080824193103-84b485241f834b3aa3ac435487578013&amp;layout=white" target="_blank">Open publication</a><a href="http://issuu.com/embed/guide?documentId=080824193103-84b485241f834b3aa3ac435487578013&amp;width=425&amp;height=301" target="_blank"><img src="http://static.issuu.com/webembed/previewers/style1/v1/m3.gif" border="0" alt="" /></a></div>
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<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="408px" height="301px" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf?mode=preview&amp;previewLayout=white&amp;username=patrickfeustle&amp;docName=os-buch&amp;documentId=080824193103-84b485241f834b3aa3ac435487578013&amp;autoFlip=true&amp;backgroundColor=ffffff&amp;layout=white" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="408px" height="301px" src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf?mode=preview&amp;previewLayout=white&amp;username=patrickfeustle&amp;docName=os-buch&amp;documentId=080824193103-84b485241f834b3aa3ac435487578013&amp;autoFlip=true&amp;backgroundColor=ffffff&amp;layout=white" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Ausserdem möchte ich eine Ankündigung machen. Mir ist es gelungen, einen Autoren zu finden,  welcher über die aktuelle &#8220;FU OS 30&#8243; schreibt. Er heisst André Reber und war einer meiner Unteroffiziere in der VBA. Und so beschreibt sich André selbst:</p>
<blockquote><p>Mein Name ist André Reber, geboren bin ich am 17.11.1986. Zur Zeit bin ich Wachtmeister und bekleide die Funktion eines Sekretär Unteroffizier (Sekr Uof) in der HQ Betr Kp 13/1. Beim Abverdienen des Wachtmeisters in der VBA 2007 in Liestal aspirierte ich auf Offizier (Stabssekr). Nun will ich sehen, ob ich die Herausforderungen auf dem Weg zum Zugführer, also die Offiziersschule meistern werde. Zivil bin ich Student der Allgemeinen Geschichte an der Universität Zürich. Nebenbei arbeite ich 40% bei der Credit Suisse Group.  In meiner Freizeit bin ich in einer Studentenverbindung aktiv, gehe gerne in den Ausgang, spiele Tennis oder lese Bücher.</p></blockquote>
<p>Anlässlich der Übergabe unseres OS-Buches am 30.08.3008 haben sich die ehemaligen Aspiranten der &#8220;letzten OS 65&#8243; die Website aufrecht zu erhalten. Denn diese Seite wird noch immer gut besucht und lockt immer wieder angehende Offiziere an, welche sich gerne darüber informieren möchten. Und diese Möglichkeit soll weiterhin gegeben sein.</p>
<p>Momentan spiele ich noch mit dem Gedanken, ein Redesign für unsere Website zu machen. Doch dazu vielleicht etwas später.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/schwarz.jpg" alt="Schwarz" /> Lt Claudio Schwarz</p>
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		<title>Willkommen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 12:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Herzlich willkommen auf os65.ch. Die Seite ist nun komplett online. Sie finden alle Artikel aus unserem Magazin in digitaler Form. Auch können Sie das Magazin elektronisch (Achtung PDF!) begutachten.
Gerne würden wir auch Ihre Meinung zum Magazin wissen. Kommentieren Sie die Artikel oder hinterlegen Sie in diesem Beitrag Ihre Meinung zum Magazin. Sie können mir gerne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/os65ch.jpg" alt="os65.ch" /></p>
<p>Herzlich willkommen auf os65.ch. Die Seite ist nun komplett online. Sie finden alle Artikel aus unserem Magazin in digitaler Form. Auch können Sie das Magazin <a href="http://www.os65.ch/dl/osmagazin.pdf" title="PDF">elektronisch</a> (Achtung PDF!) begutachten.</p>
<p>Gerne würden wir auch Ihre Meinung zum Magazin wissen. Kommentieren Sie die Artikel oder hinterlegen Sie in diesem Beitrag Ihre Meinung zum Magazin. Sie können mir gerne auch eine <a href="mailto:%20claudio@os65.ch">E-Mail</a> schreiben.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viel Spass auf unserer Seite.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/schwarz.jpg" alt="Schwarz" /> Lt Claudio Schwarz</p>
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		<title>Vom Rekruten zum Zugführer</title>
		<link>http://www.os65.ch/rekrzfhr/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 12:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Der Weg vom Rekruten zum Zugführer ist lang und steinig. Über den Soldaten zum Unteroffizier und schliesslich zum Offizier. Viele Hürden gilt es auf diesem Weg zu überwinden. Obwohl die Gesamtdauer im Vergleich zu früher verkürzt wurde, ist es für die meisten noch immer eine lange, aber auch unvergessliche Reise. Mit dem Einstieg in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/rekr_zfhr.jpg" alt="Rekrut Zugführer 1" /></p>
<p>Der Weg vom Rekruten zum Zugführer ist lang und steinig. Über den Soldaten zum Unteroffizier und schliesslich zum Offizier. Viele Hürden gilt es auf diesem Weg zu überwinden. Obwohl die Gesamtdauer im Vergleich zu früher verkürzt wurde, ist es für die meisten noch immer eine lange, aber auch unvergessliche Reise. Mit dem Einstieg in die Rekrutenschule ändert sich für viele junge Männer so manches in ihrem Tagesablauf. Die Ausbildung zum Offizier verlangt jedoch noch ein bisschen mehr &#8230; Von dieser Geschichte soll dieser Artikel erzählen.</p>
<p>Vom (fast) ahnungslosen Rekruten, der schon beim Anblick eines Offiziers nervös wird, bis zum Offizier, der genau diesen Respekt verkörpert. Doch wie macht man aus einem scheuen Rekruten einen stolzen und glaubwürdigen Offizier? Ein Beschrieb des Werdegangs<br />
und der verschiedenen Wege, die dorthin führen, wo wir jetzt stehen.</p>
<p><em>Von Feriencamps und Survival-Expeditionen &#8211; oder: wie man sich den Militärdienst vorstellt</em></p>
<p>Die Rekrutenschule beginnt wohl bei allen gleich:<br />
mit dem Aufgebot zum Informationstag, auf den alsbald auch die Aushebung folgt. Erstmals werden die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit getestet, was für den einen oder anderen schon das Ende seines Militärdienstes bedeutet. Immer noch in zivilen Kleidern, jedoch schon mit diversen Unterlagen ausgerüstet, rückt man dann, gemeinsam mit vielen anderen Rekruten, in die Rekrutenschule, kurz RS, ein. Bei fast jedem macht sich da langsam ein flaues Gefühl im Magen breit. Bei mir sah das ungefähr folgendermassen aus: „Sie betreten nun militärisches Gelände! Bitte halten Sie Ihre Unterlagen bereit.“ Mit diesen Worten wurden die rund 400 neuen Rekruten empfangen. Mit einem farbigen Blatt Papier ausgerüstet wurden wir zu einer grossen Turnhalle geführt, wo wir anhand der farbigen Blätter eingeteilt wurden. Etliche, die vor mir angekommen waren, standen in Viererkolonnen bereit. Die Zugführer ordneten die frischen Rekruten nach Grösse ein. Die ersten drückten bereits Liegestützen, andere versuchten sich die Grade einzuprägen. Denn bis Ende der Woche sollte jeder diese beherrschen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist den meisten nicht<br />
mehr nach Militär zu Mute. Doch lehrreich ist die Rekrutenschule für jeden. Man lernt, auf Details Acht zu geben und stets Ordnung zu halten, um unangenehme Konsequenzen zu ermeiden. Nach einigen Wochen RS hängt eine Liste auf, mit den Namen derjenigen, die für die Kaderausbildung vorgesehen sind. Darauf folgt ein Gespräch mit dem Schulkommandanten: „Sie haben eine Qualifikation zum Offizier erhalten, wollen Sie Offizier werden?“ Mit diesen Worten steht man vor der Entscheidung: Offizier &#8211; ja, nein? Die nachgeschobene Drohung „Falls Sie ablehnen sollten, werden sie Unteroffizier!“ erleichtert das Ganze nicht gerade. Mit diesen Worten steht eine Entscheidung an, die damals wohl jeden von uns zum Nachdenken anregte (lesen Sie dazu auch den Artikel „Warum Offizier“ auf Seite 46). Am letzten Abend der siebten Woche werden die Kaderanwärter zum Soldaten befördert. Danach trennen sich die, welche eine Kaderempfehlung erhalten haben, von ihren Kameraden und werden in die Unteroffiziersschule verlegt.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/rekr_zfhr2.jpg" alt="Rekrut Zugführer 2" /></p>
<p><em>Die Unteroffiziersschule &#8211; oder: wie Privilegien und Pflichten zusammenhängen</em></p>
<p>Kaum in der Unteroffiziersschule, ändert sich vieles. Nach Arbeitsschluss ist der Besuch der Militärkantine erlaubt, es steht ein Soldatenhaus auf Platz, ein Fitnessraum und viele andere Kleinigkeiten, die uns Spüren lassen, dass wir jetzt etwas aufgestiegen sind. Die Züge heissen jetzt „Klassen“, es gib einen Klassenchef, der für den Bestand und weitere Aufgaben verantwortlich ist. FUM1 ist ein wichtiger Teil der Ausbildung, ebenso die fachgebietspezifische Ausbildung. Auf diversen Übungen, teilweise auch mit der Offiziersschule, hat man die Möglichkeit, sein Können zu zeigen. Nach zehn Wochen und der Beförderung zum Obergefreiten trennen sich wieder die Wege. Die Offiziersaspiranten werden in eine eigene Klasse umgeteilt, um sich unter anderem auf den Offizierslehrgang vorzubereiten und in der Entschlussfassung, welche eine der wichtigen Tätigkeiten eines Offiziers ist, drillmässig geschult zu werden. Offizierslehrgang in Bern &#8211; oder: die Möglichkeit theoretisch einen Infanteriezug zu befehlen Im Offizierslehrgang in Bern werden die Offiziersaspiranten aller Truppengattungen zusammen in gemischten Klassen während vier Wochen in der Befehlsgebung und der Entschlussfassung geschult. Ebenso sind Besuche bei den Teilstreitkräften Heer und Luftwaffe auf dem Programm. Durch den Austausch profitieren alle voneinander und man kann Erfahrungen und Ansichten austauschen. Geschichte und Sicherheitspolitik sowie internationale Einsätze sind ebenfalls Themen der vielen Gastreferenten, welche wirklich wissen, von was sie sprechen. Aber ebenso werden auch Offiziersehre und -kodex sowie Knigge-Grundlagen vermittelt. Nebst der vielen Theorie durften wir uns damals in Bern aber auch an der Planung verschiedener infanteristischer Aufgaben auf Stufe Zug versuchen, wie eine Überwachung des Autobahnabschnittes Wankdorf oder der Bezug eines Standortes in einem Dorf im Emmental, in welchem alle Fahrzeuge versteckt werden sollten. Am Ende werden alle Absolventen des Lehrganges zu Oberwachtmeistern befördert. Mit vielen Informationen und Erlebnissen, wie zum Beispiel einmal den Kopf in den Nachbrenner eines FA-18 gehalten oder die Hand in den Lauf eines Panzers Leopard II gesteckt zu haben, kehren die meisten wieder zurück in ihren angestammten Lehrverband.</p>
<p><em>Offiziersschule &#8211; oder: „Naja, oooh, aua, warum will ich Offizier werden?“</em></p>
<p>Die Offiziersschule: eine Bereicherung für jeden, der das mal erleben durfte. Die meisten Aussenstehenden schütteln nur den Kopf, doch um so viele Erlebnisse und Erfahrungen zu sammeln, wie man dies in der Offiziersschule kann, gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten. Obwohl auch bei uns alle freiwillig gekommen waren, mussten sich einige schon nach der ersten Woche mit Worten wie „Sorry, das ist mir zu anstrengend, das würde ich nicht überstehen“ verabschieden. Zugegeben, die ersten vier Wochen sind nicht wirklich einfach. Doch nach einiger Zeit entwickelt sich ein eingespieltes Team, man kennt sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen ziemlich gut. Man bemerkt, wenn es jemandem nicht so gut geht. Diese Fähigkeit wird für uns später auch wichtig sein, um einen Zug zu führen. Zudem lernt man sich selbst besser kennen (Wie bin ich, wenn ich zwei Tage nicht geschlafen habe? Ganz ehrlich &#8211; gereizt, müde und etwas teilnahmslos; und denken braucht so seine Zeit). Es dauert nicht mehr lange, bis wir als Zugführer vor Rekruten stehen werden. Genau die Zugführer, welche für uns selbst noch vor einem Jahr die bösen Vorgesetzten waren.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/rekr_zfhr4.jpg" alt="Rekrut Zugführer 4" /></p>
<p><em>Die VBA</em></p>
<p>Auf die Offiziersschule folgt nach dem Kadervorkurs die Verbandsausbildung. Hier bekommen die frisch ausgebildeten Offiziere erstmals einen ganzen Zug (bestehend aus frischgebackenen Soldaten und Gruppenführern) unterstellt. So ist die Verbandsausbildung ein erstes Zusammentreffen junger Männer mit verschiedenne Rängen, Interessen und Funktionen. Dies kann viele Probleme aufwerfen, jedoch auch ganz neue, bisher noch nicht gemachte Erfahrungen hervorbringen. So kann die VBA als erste Feuerprobe für Offiziere, aber auch Gruppenführer angesehen werden. Sicherlich eine strenge Zeit mit wenig Schlaf, guten Erfahrungen und lehrreichen Erlebnissen.</p>
<p><em>Fraktionierung</em></p>
<p>Während der Kaderausbildung hat man die Möglichkeit, nach jeder Schule zu fraktionieren, was bedeutet, die Ausbildung zu unterbrechen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Dies ermöglicht es jedem, seinen Zielen und gleichzeitig auch den Bedürfnissen der Armee gerecht zu werden. Das Fraktionieren ist aber nicht so zu empfehlen, da man in der Zwischenzeit sehr viel vergisst und die körperliche Fitness in der Regel nachlässt. Durch Fraktionierung sind einige Korporäle (Unteroffiziere) der Armee 95 nach einem oder zwei (militärisch: „zwo“) Wiederholungskursen zu uns in den Offizierslehrgang gestossen. Diese bereicherten unsere Klassen sehr. Vor allem konnten wir von deren Erfahrung viel profitieren, was uns die eine oder andere schwierige Aufgabe vereinfachte.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/rekr_zfhr3.jpg" alt="Rekrut Zugführer 3" /></p>
<blockquote><p>„Der Stress von heute ist die gute alte Zeit von morgen“</p></blockquote>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/sadri.jpg" alt="Sadri" /> Lt Patrick Sadri</p>
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		<title>Uem/FU OS 65-3 Klasse 1</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 11:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Klasse 1 der dritten Übermittlungs- und Führungsunterstützungs-Offiziersschule Uem/FU OS 65-3/07 stellt sich vor. Am 11. Juni 2007 rückten 28 motivierte Oberwachtmeister in Bülach ein. Über die ganze OS-Zeit reduzierte sich dieser Bestand um drei Aspiranten. 15 Wochen später treten 23 zukünftige Offiziere zur Brevetierungsfeier an, zwei wurden bereits einen Monat früher zum Leutnant befördert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/kl11.jpg" alt="Kl 1" /></p>
<p>Die Klasse 1 der dritten Übermittlungs- und Führungsunterstützungs-Offiziersschule Uem/FU OS 65-3/07 stellt sich vor. Am 11. Juni 2007 rückten 28 motivierte Oberwachtmeister in Bülach ein. Über die ganze OS-Zeit reduzierte sich dieser Bestand um drei Aspiranten. 15 Wochen später treten 23 zukünftige Offiziere zur Brevetierungsfeier an, zwei wurden bereits einen Monat früher zum Leutnant befördert (Sprachspezialisten).</p>
<p>Während der ganzen Ausbildungszeit war die Offiziersschule in nur eine Klasse gegliedert, da der Bestand zwei Klassen nicht zuliess. Der Unterschied einer OS-Klasse zu einem normalen Zug ist vor allem in der Organisation und der Aufgabenverteilung zu suchen. Dabei wird die Klasse zwar durch den Klassenlehrer geleitet, jedoch nicht in allen Aufgaben geführt. Vielmehr ist es das Ziel, dass jeder Aspirant während seiner Offiziersschulzeit Führungsaufgaben und somit Verantwortung übernehmen kann &#8211; sei dies für Mensch, Material oder Munition. Da in der Uem/FU-Offiziersschule kein eigentliches Praktikum durchgeführt wird, sondern die frischgebackenen Zugführer direkt in die Verbandsausbildung übergehen, ist es umso wichtiger, dass Führungserfahrung gesammelt werden kann. So kamen die meisten in den Genuss, die Klasse während einer ganzen Woche oder während einer bestimmten Übung zu führen. Auch die Gestaltung von Ausbildungslektionen und Referaten will geübt sein, wozu in diversen Themenbereichen die Gelegenheit bestand.<br />
Die Rolle des Schulkommandanten bestand darin, die Gliederung des Schulverlaufs sowie dessen Koordination zu gestalten. Trotz seines eher planungstechnischen Aufgabenbereiches liess er es sich nicht nehmen, manch eine Stunde bei der Truppe zu verbringen, beispielsweise in der Gebirgswoche oder sogar auf dem 100km Marsch. Eine besondere Aufgabe kam auch den Klassenlehrergehilfen zu. Sie übernahmen wichtige Kontroll- und Leitfunktionen während Übungen und Ausbildungen.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/kl12.jpg" alt="Kl 1" /><br />
<img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/feustle.jpg" alt="Feustle" /> Lt Patrick Feustle</p>
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		<title>Kultur und Umgang in der OS</title>
		<link>http://www.os65.ch/kultur/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 11:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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In der heutigen Zeit hat jedes Unternehmen eine eigene Kultur und pflegt den Umgang mit Mitarbeitern und Kunden auf ihre eigene Art. Um eine solche firmenspezifische Kultur zu erlangen werden so genannte Kulturworkshops durchgeführt. Wie sieht das aber im Militär und speziell in unserer OS aus? Eigentliche Workshops können zwar nicht durchgeführt werden, trotzdem vereinfachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/kultur_umgang1.jpg" alt="Kultur 1" /></p>
<p>In der heutigen Zeit hat jedes Unternehmen eine eigene Kultur und pflegt den Umgang mit Mitarbeitern und Kunden auf ihre eigene Art. Um eine solche firmenspezifische Kultur zu erlangen werden so genannte Kulturworkshops durchgeführt. Wie sieht das aber im Militär und speziell in unserer OS aus? Eigentliche Workshops können zwar nicht durchgeführt werden, trotzdem vereinfachen eine gute Kultur und ein entsprechender Umgang untereinander das Leben erheblich.</p>
<p>Beim Einrücken am Montagnachmittag kamen viele wieder in die Situation, welche sie in der Zwischenzeit schon einige Male erlebt hatten: Eine neue Kaserne, neue Vorgesetzte, neue Kameraden. Im Militär bleibt trotzdem vieles gleich, denn gewisse Umgangsformen (wie das Grüssen von Ranghöheren) sind vorgegeben. Anfangs kommt man sich immer ein wenig fremd vor und man sucht nach bekannten Gesichtern. Nach der Zimmerzuteilung stellt man schnell fest, dass sich die Kameraden links und rechts nebenan genau in derselben Situation befanden.</p>
<p>Für das Bekanntmachen sollten wir aber auf dem kommenden Marsch noch genügend Zeit haben, denn dort sieht man schon die einzelnen Charaktere und Typen – vom ungewillten Sportler bis zum unsportlichen Gewillten findet man alles. Hat man die üblichen Fragen nach Name, Wohnort, Funktion und Alter dann einmal gestellt, kommen schon die eigenen Äusserungen zum aktuellen Geschehen und damit verbundene (Militär-) Erlebnisse zum Ausdruck. Dann geht es nicht mehr lange bis auch schon die ersten „dummen“ Sprüche fallen und schon nach zwei, drei Tagen sind solche der ganzen Klasse hinlänglich bekannt und im allgemeinen Gebrauch. Genau gleich verhält es sich mit einigen Gesten und Mimiken: Einmal zur falschen Zeit am falschen Ort eine falsche Bemerkung oder Bewegung gemacht und schon ist man der Lacher der Klasse. Und das ist jetzt nicht abschätzig gemeint, sondern so wie es ist: Die Klasse hat Freude, die Person hat ein bleibendes Bild geschaffen. Was unsere Klasse dann so speziell macht, ist, dass sich aufgrund dieser „eingebürgerten“ Parolen und Gesten ein guter Klassengeist entwickeln konnte. Ist jemand mal in einem Tief, so ist es möglich ihn mit zusprechen aufzurütteln und an die guten, schönen Momente zu erinnern. Weiter kann jedermann stets auf die Unterstützung der Kameraden zählen. Ist ein Kamerad sportlich schwach und muss er noch den 5 km Waffenlauf nachholen, so wird während seiner Abwesenheit nicht nur das eigene Velo gereinigt, sondern normalerweise eben auch noch das des Kameraden. Es ist nicht etwa so, dass man nichts besseres zu tun hätte. Es geht hierbei darum, den Kameraden dort zu helfen, wo sie schwach sind. Im Gegenzug ist man dann natürlich auch froh, wenn man an der eigenen Schwachstelle (z. B. beim Schlafsackaufrollen) unterstützt wird. Für Stärkere bedeutet das, dass sie ihre persönlichen Ambitionen zeitweilig zugunsten der Allgemeinheit zurückstellen müssen. So hat jeder seine spezifischen Talente und Stärken, aber auch Schwachstellen. Was im Detail funktioniert, zahlt sich während belastenden, körperlich strengen Übungen aus. Einige Aspiranten sind ausdauernder, andere schon längst am Anschlag. Wie selbstverständlich nimmt man sich Packungen ab und ist bereit, mehr zu tragen, obwohl man selbst schon längst lieber Pause machen würde. Jeder gibt und hilft da, wo er kann.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/kultur_umgang21.jpg" alt="Kultur 2" /></p>
<p>Die Unterstützung findet aber nicht nur aufgrund von Stärken und Schwächen statt, sondern auch dort, wo gewisse „Spezialarbeiten“ zu erledigen sind. So ist der Munitions-Chef oftmals „anderweitig“ beschäftigt. Es ist für niemanden eine Frage, dass man seine Waffe auch noch reinigt.</p>
<p>Aber auch in Führungssituationen kann man mit viel Unterstützung durch die Kameraden rechnen, denn oftmals muss man in kurzer Zeit eine brauchbare Entscheidung treffen. In solchen Situationen wäre man zwar manchmal lieber alleine, Kameraden machen einem aber auf Dinge aufmerksam, die man andernfalls ausser Acht gelassen hätte. Natürlich sind sich die Leute auch nicht immer ganz einer Meinung und alle Aspiranten sind angehende Führungspersonen. So gibt es auch den einen oder anderen Konflikt, denn ein jeder hat seine eigene Idee von der Umsetzung des Auftrags. Am Schluss ist man aber noch immer zu einer Entscheidung gekommen und Unterführer die damit nicht einverstanden waren, haben dann trotzdem nach ihrem Gutdünken gehandelt …</p>
<p>Nun ist es aber nicht so, dass eine solche Helferkultur von alleine kommt: Ein in dieser Hinsicht äusserst nützlicher „Aspiranten Coca-Cola Abend“ findet jeweils am Freitag Abend statt. Bei einem Getränk sowie diversen Snacks aus den „Fresspäcklis“ (hier ist ein Dank an alle Mütter, Geschwister, Kollegen sowie sonstige Verwandte und Bekannte angebracht) sitzt man in einer gemütlichen Runde zusammen und philosophiert über Gott und die Welt, lacht über die vergangene Woche und freut sich auf das Wochenende und das Wiedersehen der Kameraden am Sonntagabend.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Aspiranten sich gegenseitigen Respekt zollen, die Arbeit des andern schätzen und ihn nach Möglichkeit unterstützen. Dabei sind gewisse erlebte Gemeinsamkeiten von grossem Nutzen, denn so geht nie vergessen, dass wir letztendlich alle im selben Boot sitzen und die OS gemeinsam bestehen wollen. Nicht zu vergessen sind schliesslich auch die militärischen Umgangsformen, welche so befolgt werden, dass sie eines Schweizer Offiziers würdig sind.</p>
<blockquote><p>&#8220;Verba docent, exempla trahunt!<br />
Worte lehren, Beispiele reissen mit!“</p></blockquote>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/buesser.jpg" alt="Buesser" /> Lt Roger Büsser</p>
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		<title>Klassenübungen</title>
		<link>http://www.os65.ch/klu/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 07:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Überblick über die Klassenübungen unserer Offiziersschule von A wie Anlernstufe, über F wie Forelle im Toilettenpapier und S wie sehr wenig Schlaf, bis Z wie Zürcher Seebecken auf zwei Rädern; aufgrund ihrer körperlichen und emotionalen Intensität mitunter die bleibendsten Erinnerungen an unsere Offiziersschule.
Grosse Erwartungen und Anspannung lösten sie in uns aus, geliebt haben wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/klassenubung1.jpg" alt="Kl U 1" /></p>
<p><em>Ein Überblick über die Klassenübungen unserer Offiziersschule von A wie Anlernstufe, über F wie Forelle im Toilettenpapier und S wie sehr wenig Schlaf, bis Z wie Zürcher Seebecken auf zwei Rädern; aufgrund ihrer körperlichen und emotionalen Intensität mitunter die bleibendsten Erinnerungen an unsere Offiziersschule.</em></p>
<p>Grosse Erwartungen und Anspannung lösten sie in uns aus, geliebt haben wir sie selten, trotzdem<br />
werden sie uns noch sehr lange in Erinnerung bleiben: unsere Klassenübungen. Eines hatten sie alle gemeinsam: Sie begannen jeweils damit, dass wir bereits Tage zuvor unsere Packung komplett vorbereiten mussten – unwissend ob die Klassenübung mal wieder (mehr oder weniger) überraschend etwas früher, vorzugsweise mitten in der Nacht, beginnen würde.</p>
<p><em>Von Bülach nach Eglisau und zurück – Mitten durch die Hölle</em></p>
<p>Die erste Klassenübung fand bereits am Donnerstag der ersten Woche statt. Sie begann damit, dass uns am Vormittag einige unserer Kameraden Kenntnisse in der Bedienung der verschiedenen Funkgeräte vermittelten. Obwohl die meisten von uns diese bereits früher in der militärischen Ausbildung einmal gelernt hatten, kam uns diese Auffrischung gelegen – wie schnell verirrt man sich doch in den endlosen Funktionsmenüs eines SE-235 Funksystems.</p>
<p>Nachdem wir das Mittagessen zu unserer eigenen Überraschung noch in der Kaserne Bülach eingenommen hatten, begaben wir uns in Gruppen von fünf bis sechs Aspiranten mit dem Zug nach Eglisau. Wir schleppten unseren kompletten Kampfrucksack, die Grundtrageinheit, Sturmgewehr sowie Pistole und unseren Schlafsack mit, des weiteren mussten wir je Gruppe auch noch eine Sanitätsbahre und ein (dank der Ersatzakkus mächtig schweres) Funkgerät des Typs SE–235 mitschleppen. Dass wir den Zug mit komplett getarnten Gesichtern betraten, trug sein Übriges dazu bei, dass wir vom einen oder anderen Fahrgast mit grosser Verwunderung gemustert wurden.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/klassenubung2.jpg" alt="Kl U 2" /></p>
<p>In Eglisau angekommen, erhielten wir die Zielkoordinaten (Höriberg, nahe Bülach), die wir mit dem kompletten Gepäck anlaufen sollten. Um das ganze etwas „interessanter“ zu gestalten, erhielten wir zusätzlich die Koordinaten von elf Kontrollpunkten, von welchen wir deren fünf passieren mussten. Während sich einige Gruppen lange Zeit liessen, um die Route auf der Karte sorgfältig zu planen und sich so unnötige Mühen zu ersparen, marschierten andere sehr rasch los, um früher anzukommen. Das Gepäck drückte schwer und es herrschten, bei strahlend blauem Himmel und viel Sonne, höllische Temperaturen über 30 Grad Celsius. Dieser Umstand ersparte uns vermutlich in Teilen des Chemiewaffen-Schutzanzuges marschieren zu müssen, wie dies einigen unserer Vorgänger gegönnt war. Doch halt: Nachdem wir uns am späteren Abend mühsam bis wenige Kilometer vor das Ziel gekämpft hatten und die Temperaturen etwas gesunken waren, kam per Funk doch noch die Anweisung des Kaders, den ABC Bereitschaftsgrad2 (Teilschutz vor Chemiewaffen) zu erstellen. Kurz vor dem Ziel hatten wir noch das Vergnügen, uns in den ABC BG 4 (Chemiewaffen-Vollschutz) zu stürzen, was leider auch das Tragen der Schutzmaske beinhaltet. So kämpften wir uns schwer atmend bis ins Ziel, wo wir uns aber noch nicht hinlegen durften. Wir mussten zunächst noch eine Lektion über den Aufbau eines mustergültigen militärischen Biwaks über uns ergehen lassen und schliesslich ein solches erstellen. Da dies sehr lange dauerte, wir noch selbst kochen mussten und das Biwak ständig bewacht werden musste, schliefendie meisten von uns nicht viel länger als eine Stunde. Dementsprechend harzend liefen am Morgen auch der Abbau und der Rückweg in die Kaserne.</p>
<p><em>Böses Erwachen</em></p>
<p>Nur gerade gute zwei Stunden nachdem wir am Sonntagabend der zweiten Woche eingerückt waren und uns ins Bett gelegt hatten, begann die zweite Klassenübung. Wir wurden mit dem Alarm „GRANAT“ aus dem Schlaf gerissen. Den Rest der Nacht sowie den ganzen Montagvormittag verbrachten wir mit einer technischen Einsatzübung. Wir mussten in Gruppen im Raum Freiamt ein Netz aus mehreren RichtstrahlgerätenR-905 (gerichteter Funk) erstellen. Dabei waren wir unterschiedlich erfolgreich, was am abweichenden Wissensstand gelegen haben könnte.</p>
<p>Am Nachmittag begaben wir uns mit den Fahrrädern in die Kurzdistanz-Schiessanlage nahe Kloten, um unsere Fertigkeiten am Sturmgewehr etwas zu verbessern. Nach dem Schiessen erhielten wir neue Koordinaten,welche wir mit dem Fahrrad anfahren sollten. Als wir diese auf der Karte eingezeichnet hatten, dachten wir zunächst an einen Irrtum unsererseits – mehrfacheÜberprüfung hat dann aber ergeben, dass uns dieser „Fahrradausflug“ tatsächlich quer durch das halbe Zürcher Seebecken führen würde. Zwei platte Reifen verzögerten dieses Unterfangen zusätzlich, so dass wir schliesslich wieder einmal erst am späten Abend unser Ziel erreichten. Dort durften wir endlich unsere wichtigsten Grundbedürfnisse stillen, indem wir zunächst ein leckeres Barbecue am Feuer verbringen und uns schliesslich direkt in die Schlafsäcke legen durften. Einige von uns hatten den Schlaf offensichtlich dermassen nötig, dass die Wache während der Nacht nicht funktionierte.</p>
<p><em>Beiss ins Gras</em></p>
<p>Die dritte Klassenübung durften wir am Mittwoch der vierten Woche wieder ausgeruht in Angriff<br />
nehmen. Nach einem normalen Arbeitstag begaben wir uns gegen 17.00 Uhr, wie immer voll bepackt und komplett getarnt, mit den Fahrrädern an die Thur. Leider war die Route vorgegeben, so dass wir einen Umweg über mehrere Hügel machen mussten.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/klassenubung3.jpg" alt="Kl U 3" /></p>
<p>An der Thur angekommen, genossen wir zunächst eine Ausbildung über die Handhabung des militärischen Schlauchbootes M6, welche von einem Aspiranten gehalten wurde. Die Tatsache, dass dieses Schlauchboot bis zu zweieinhalb Tonnen Nutzlast transportieren kann, versetzte einige Aspiranten doch etwas in Erstaunen.So wuchsen dann auch die Erwartungen andie bevorstehende Schlauchbootfahrt. Die Anmerkung unseres stellvertretenden Kommandanten, dass die sich im Zubehör des Bootes befindenden kleinen Holzkegel zum Abdichten von Schusslöchern im Boot dienen, wurde von den meisten von uns mit schrägen Köpfen aufgenommen. Da die Chancen jedoch recht gering waren,dass wir diese würden einsetzen müssen, machten wir uns keine weiteren Gedanken darüber. An die anschliessende Fahrt mit zwei Schlauchbooten flussabwärts erinnern sich viele von uns mit einem stillen Lächeln, wofür einige Ereignisse während der Überfahrt verantwortlich sind. So klappte die Kommunikation auf dem vorderen Boot nicht besonders gut, was zu unzähligen ungewollten Manövern wie Pirouettenund wiederholtem „Anlegen“ am Ufer führte (was sehr komisch aussah). Unser stellvertretender Kommandant befand sich übrigens auch auf diesem Boot und scheint sich nicht schlecht amüsiert zu haben. Er habe sich, nach eigenen Angaben, sogar überlegt „das Boot zu verlassen und zu Fuss zu gehen, um das Ziel etwas schneller zu erreichen“. Auch unser Kader sorgte für einige Lacher:<br />
Als der Kommandant (Kdt), der sich irgendwo an Land befand, via Funk von unserem stellvertretenden Kommandanten (Kdt Stv) unseren Standort wissen wollte, ergab sich folgendes Gespräch:</p>
<p>Kdt: „Wo befindet ihr euch? Antworten!“ Kdt Stv: „Verstanden! Generalstäbliche Antwort: Auf dem Rhein.<br />
Antworten!“ Kdt: „Verstanden! Typisch: Kurz – prägnant – unbrauchbar! Schluss!“</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/klassenubung4.jpg" alt="Kl U 4" /></p>
<p>Nach dem Bootsausflug wurden wir in abgedunkelten Fahrzeugen in kleinen Gruppen an verschiedene Orte gebracht, von wo aus wir zu einem Biwakplatz marschieren sollten. Nachdem wir bereits die Hälfte des letzten Hügels erklommen hatten, wurde uns per Funk mitgeteilt, dass sich die Koordinaten geändert hatten. Grummelnd stiegen wir den Hügel wieder hinab und nahmen den langen und mühsamen Weg ins endgültige Biwak unter die Füsse. Dieser beschwerliche Marsch liess uns übrigens zu der Vermutung kommen, dass der Name der Übung, die „BIG“ hiess, lediglich eine Abkürzung<br />
für „Beiss ins Gras“ war. Nachdem wir am Biwak angekommen waren, lagen Forellen bereit, welche wir in nasses Toilettenpapier gewickelt ins Feuer legten. Gross war das Erstaunen über diese Zubereitungsart, noch grösser das Erstaunen über den schmackhaften Fisch.</p>
<p>Nach einer Nacht, die länger als erwartet ausgefallen war, begaben wir uns zu Fuss zurück in die Kaserne.</p>
<p><em>Bülach-Triathlon</em></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/klassenubung5.jpg" alt="Kl U 5" /></p>
<p>Die vierte und letzte Klassenübung ähnelte stark der zweiten: am Vormittag wurden wir zu Fuss und mit dem Fahrrad in der Region Bülach herumgescheucht,worauf wir beim Schwimmbad Bülach landeten und diesen kleinen Triathlon mit einer Schwimmeinlage von 1000 Metern komplettieren konnten. Am Nachmittag begaben wir uns erneut mit den Richtstrahlgeräten auf eine technische Einsatzübung, welche reibungslos, jedoch auch nahezu unspektakulär verlief. Einzig die Tatsache, dass das Nachtessen aufgrund eines Fehlers der Übungsleitung viel zu spät eintraf (man munkelt, dass sich einige Aspiranten mit Grillfleisch aus einem Tankstellenshop beholfen haben sollen …) brachte etwas Spannung. Die Übung war am nächsten Morgen genau so schnell und unspektakulär wieder vorbei.</p>
<p>Obwohl oder gerade weil wir auf allen vier Klassenübungen viele Hochs und Tiefs gemeinsam durchmachen mussten, werden sie uns wohl sehr lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/marchon.jpg" alt="Marchon" /> Lt Florian Marchon</p>
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		<title>Fachdienstübung &#8220;ZÜRICHGAU&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 07:10:47 +0000</pubDate>
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“ZÜRICHGAU“ war eine technische Einsatzübung, die während vier Tagen im Zürcher Oberland stattfand. Sie diente uns als Vorbereitung auf das, was uns später in den praktischen Diensten wie VBA und WK erwarten wird. Die Übungsstandorte befanden sich rund um den Zürichsee. Kernauftrag war es, Kommunikationsmittel zugunsten verschiedener Bataillone zu erstellen, betreiben und unterhalten. Die Übungsanlage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/fdu1.jpg" alt="FDU 1" /></p>
<p><em>“ZÜRICHGAU“ war eine technische Einsatzübung, die während vier Tagen im Zürcher Oberland stattfand. Sie diente uns als Vorbereitung auf das, was uns später in den praktischen Diensten wie VBA und WK erwarten wird. Die Übungsstandorte befanden sich rund um den Zürichsee. Kernauftrag war es, Kommunikationsmittel zugunsten verschiedener Bataillone zu erstellen, betreiben und unterhalten. Die Übungsanlage entsprach ungefähr dem, was wir später auch im Einsatz an einem WEF wieder antreffen könnten.</em></p>
<p>Alle Teilnehmer der Übung „ZÜRICHGAU“ waren Angehörige der Übermittlungs/Führungsunterstützungs Kader Schule 65. Einige Offiziersaspiranten erhielten die Funktion der Zugführer bzw. deren Stellvertreter. Wo dies nicht möglich war wurden wir als<br />
normale Soldaten eingesetzt, was die Möglichkeit bot, das technische Wissen ein wenig aufzufrischen. Die Anwärter aus der Unteroffiziersschule nahmen ihre zukünftigeFunktion als Gruppenführer wahr. Die meisten Anwärter waren jedoch als Soldaten (d.h. ohne Führungsfunktion) eingeteilt.</p>
<p>Bei dieser Übung konnten wir zum ersten Mal die theoretisch erarbeitete Führungsausbildung praktisch anwenden, um den Zug zum Erfolg zu führen. Darunter fallen Themen wie Vorbild sein, Motivation, Führungspsychologie, Konflikte erkennen und bearbeiten &#8211; oder kurz: „FUM live“!</p>
<p>Ziele, welche wir vom Übungsleiter Oberst i Gst Alder erhalten hatten, waren unter anderen den Fünf-Punkte- Befehl konsequent anzuwenden sowie das System desKommandierens, Kontrollierens und Korrigierens stets umzusetzen.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/fdu2.jpg" alt="FDU 2" /></p>
<p>Der Grundstein jedes erfolgreichen Einsatzes ist das Vertrauen der Unterstellten in ihren Chef, das Material sowie ihre Ausbildung. Was das Material anbelangt, wurde vor dem eigentlichen Einsatzbeginn eine Material- und Funktionskontrolle durchgeführt, um allfälligen Schwierigkeiten beim Aufbau der Netze entgegenzuwirken. Nach erfolgreicher Kontrolle begann die eigentliche Übung. Die Wege der verschiedenen Züge trennten sich in Richtung der Standorte um den Zürichsee.</p>
<p>Die Standorte sowie die Aufträge der Züge waren sehr unterschiedlich. So war ein Zug zuständig für den Betrieb einer klassifizierten Führungsanlage, was bedeutete, dass die dort stationierten die Sonne nicht viel sahen, da die Anlage sich einige Meter unter dem Boden befindet. Ein weiterer Zug erstellte Richtstrahlverbindungen, über welche die verschiedenen Züge mittels speziellen Telefoninstallationen verschlüsselttelefonieren sowie Daten austauschen konnten.</p>
<p>In der Aufbauphase der Netze ist jeder Mann und jede Hand gefragt. Denn erst sobald bei einem Standort alle Anlagen eingerichtet waren, konnte dort in den Normalbetrieb übergegangen werden. Dies bedeutet Wachen wurden eingesetzt, Ablöselisten erstellt sowie das Überleben auch über längere Zeit sichergestellt.</p>
<p>Die nächste Phase der Übung war für die Züge unterschiedlich aufwändig zu bewältigen. Während bei einem Zug der Bezug eines anderen Standortes auf dem Plan stand, musste ein anderer Zug nur eine Spezialistengruppe austauschen lassen.</p>
<p>Am Vorabend vor dem Ende der Übung wurde bereits der Rückbau der Standorte befohlen, um am nächsten Morgen die Abgabe schnellstmöglich erledigen zu können. An einem Sammelplatz auf dem Flugplatz Dübendorf wurde eine Kontrolle sämtlichen Materials durchgeführt, um allfällige Verluste zu bemerken unddie verlorenen Gegenstände am vorherigen Standort wieder einzusammeln.</p>
<p>Nach dieser Aktion war die Verschiebung zurück zur Kaserne angesagt. Dort angekommen wurde rasch das Material zurückgegeben und die Übung mit der Übungsbesprechung abgeschlossen.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/fdu3.jpg" alt="FDU 3" /></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/moesler.jpg" alt="Moesler" /> Lt Marcel Mösler</p>
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		<title>Gebirgswoche Andermatt</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 07:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
Andermatt, die Welt der Berge. Die Uem/FU OS 65-3 erlebte in ihrer siebten Woche Offiziersschule einen Eindruck von der klischeehaften Schweiz, der Schönheit der Natur, aber auch der kargen Bergwelt, der Anstrengung und der Körperkontrolle während jedem Schritt und Tritt. Ausgerüstet mit einer zweieinhalbtägigen Gebirgsgrundausbildung, begleitet und geführt von professionellen Bergführern wurde die Berg-, Orientierungs-, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge1.jpg" alt="Gebirge 1" /></p>
<p><em>Andermatt, die Welt der Berge. Die Uem/FU OS 65-3 erlebte in ihrer siebten Woche Offiziersschule einen Eindruck von der klischeehaften Schweiz, der Schönheit der Natur, aber auch der kargen Bergwelt, der Anstrengung und der Körperkontrolle während jedem Schritt und Tritt. Ausgerüstet mit einer zweieinhalbtägigen Gebirgsgrundausbildung, begleitet und geführt von professionellen Bergführern wurde die Berg-, Orientierungs-, Anpassungs- und Durchhaltefähigkeit einer kleinen, eingeschworenen Gruppe ausgelotet.</em></p>
<p><em>Montag, 23. Juli 2007</em></p>
<p>Nach dem späten Einrücken vom Vortag war nach einer kurzen Phase Schlaf früh Tagwache in Andermatt. Kurz nach 05.00 Uhr herrschte reger Betrieb in unserer Unterkunft. Jeder war motiviert und neugierig, was uns wohl der erste Tag bieten würde. Doch bereits bei der Verschiebung zum Morgenessen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass es hier in den Bergen auch im Monat Juli ziemlich kalt sein kann. Einer der Aspiranten verkündete entsetzt, dass wir gegen die sieben Grad Celsius hätten.</p>
<p>Nach einem Kilometer Marsch zur prunkvollen, fast majestätisch dastehenden, Kaserne Andermatt erhielten wir unseren ersten Lohn für das Ausharren in der klirrenden Kälte, ein üppiges Morgenessen, wobei es an nichts mangelte.</p>
<p>Um genau 07.30 Uhr begann die Einführung mit anschliessender Theorie über das Gebirge im Theoriesaal. Wir wurden von Major Fiesci begrüsst, ein kleiner Tessiner mit einem grossen Schnurrbart. Maj Fiesci leitete unseren Kurs, insofern stellte auch er uns sein Kader vor, welches uns dann später im Gelände ausbilden und begleiten würde.</p>
<p>In den nun eingeteilten Gruppen ging es ans Materialfassen. Dieser Aufgabe sahen wir erfreut entgegen, schliesslich würden wir ja für eine Woche die Gortex- Jacke, -Hose und die Fleece-Jacke erhalten. So war es dann auch: Nebst vielem technischem Material, wie Steigeisen, Klettergürtel etc., wurde dann auch die neusteMilitärkleiderkollektion gefasst, welche den AdAs imGebirge zur Verfügung steht. Auch erhielt jeder von unsein paar Schalenschuhe, welche für eine bessere Gangart<br />
im Gebirge sorgen würden.</p>
<p>Am Nachmittag ging es dann endlich ins Gebirge. Wir stiegen jedoch stufengerecht ein und verschoben mit zwo Mercedes Sprinter auf den Furkapass. Das Thema dieser Ausbildungssequenz war auf das „Orientieren und Gehenim Gelände“ begrenzt. Doch als unsere Bergführermerkten, dass wir uns nicht schlecht anstellten, konntenwir bereits einige technische Teile von der Ausbildung des nächsten Tages vorziehen. Am späten Nachmittag wurden bereits diverse Knoten geübt und wir wurden bereits einmal abgeseilt.</p>
<p>Nach dem Nachtessen stand noch der Materialdienst in der Kaserne an. Wir lernten schnell, dass dieser Dienst ein sehr wichtiger Bestandteil der Gebirgsspezialisten ist, schliesslich ist intaktes Material eine gute Lebensversicherung im Gebirge.</p>
<p>Die kleine Dorfkirche in Andermatt schlug noch nicht mal zehn Uhr abends, lag die Uem/FU OS 65 bereits in der Führungsanlage in den Betten und schlief friedlich, geschafft vom ersten „Höhentraining“ auf dem Furkapass.</p>
<p><em>Dienstag, 24. Juli 2007</em></p>
<p>Während dem Materialfassen wurde das Tagesziel bekannt gegeben. Die Fahrer wurden befohlen, auf den Gotthardpass zu verschieben. Auf der Tremola, der alten Passstrasse aus dem Jahre 1830, angekommen, wurde das Material gruppenweise aufgeteilt, damit mit der Kletterausbildung begonnen werden konnte. Während der Kletterausbildung besuchte uns unser Schulkommandant Oberst i Gst Fritz Alder. Beeindruckt vomWissen der Gebirgsspezialisten beobachtete er unsereersten Gehversuche in der Felswand.</p>
<p>Vom Kader wurde ein Begehbarmachungsparcours eingerichtet, anhand welchem uns demonstriert wurde, welche Möglichkeiten die Gebirgsspezialisten haben, um die anderen Truppengattungen beim Arbeiten im Gebirge unterstützen zu können. Natürlich wurde derParcours von uns allen absolviert.</p>
<p>Am Nachmittag mussten wir beweisen, wie man mit einem Kletterseil, welches von der Brücke hing, einer grossen Reepschnur und einer Prusikschlinge vom Bächlein hoch zur Brücke kommt. Der Trick mit den zwei Prusik-Knoten war schnell gefunden und wir angelten uns alle Stück für Stück hoch zur Brücke.</p>
<p>Der Abend gestaltete sich individuell. Fakultatives Nachtessen stand auf dem Programm, so suchte sich unsere Klasse grüppchenweise einen Platz in den diversen Bergrestaurants in Andermatt, wo der Tag friedlich ausklang.</p>
<p><em>Mittwoch, 25. Juli 2007</em></p>
<p>Die Liste des Materials, welches an diesem Morgen rausgefasst werden musste, war um einiges länger geworden. Den Fahrern wurde die Route befohlen. Es sollte erneut der Furkapass sein, jedoch an einer anderen Stelle. Als wir auf die Karte schauten, war schnell klar, um was es ging. Rund um unseren Ausbildungsplatz war es weiss. Um die Gebirgs-Grundausbildung zu komplettieren fehlten uns noch die Gletscherkenntnisse.</p>
<p>Am Rande des Gletschers angekommen, durften wir eine kurze Theorie über das korrekte Anpassen und Montieren der Steigeisen geniessen. Als jedermann diese altertümliche, doch effiziente Gehhilfe montiert hatte,liefen wir los. Vorerst bildeten wir keine Seilschaften, da unsere Bergführer das Gelände kannten und wir unszuerst an die Gangart mit den Eisen gewöhnen sollten.Nach zirka einer Stunde bildeten wir dann Dreier und Zwoer-Seilschaften. Begleitend zu den Ausführungen der Bergführer seilten wir uns gegenseitig aneinander an.</p>
<p>Einer der beiden gefassten Lunches bildete unser Mittagessen an diesem Tag. Wir setzten uns am Rande des Gletschers auf eine Felsplatte und speisten. Als Zusatzaufgabe über den Mittag mussten wir herausfinden, wie drei vom Bergführer ausgesuchte Gipfel heissen und wie hoch diese sind. So wurde aus MittagsschlafKartenlesen und aus Faulenzen Höhenlinien abzählen. Das einzig schwierige an dieser Übung war, unseren genauenStandort auf der Karte zu ermitteln. Hatte mandiesen gefunden, konnten die Gipfel schnell abgelesen werden.</p>
<p>Am Nachmittag testeten wir unsere Steigeisen aufs Exempel. Wir fixierten zwo Eisschrauben in der Eisschichtdes Gletschers und liessen uns in eine Gletscherspalteabseilen. Von dort aus versuchten wir so steil wiemöglich mit den Eisen noch zu gehen. Dies funktionierteerstaunlich gut. Von einem der Gebirgsspezialisten wurde dann noch eine kurze Demonstration gemacht,wie man jemanden aus einer Gletscherspalte bergen kann. Hierbei wurden zwei Varianten gezeigt, eine für ansprechbare Verletzte und eine andere für ohnmächtig Gefallene. Die Funktionsweise basierte jedoch bei allen Beispielen auf dem einfachen Flaschenzug.</p>
<p>Den Abschluss des heutigen Arbeitstages bildete eine kurze Höhenwanderung von ungefähr 1.5 Stunden zur SAC-Hütte Piansecco. Auf das Nachtessen waren alle gespannt, hatte doch jeder nach solch einem anstrengenden Tag Hunger. Die Betten waren schnell bezogen und ebenso schnell besetzt, denn jeder wollte frühestmöglich schlafen gehen.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge2.jpg" alt="Gebirge 2" /></p>
<p><em>Donnerstag, 26. Juli 2007</em></p>
<p>Bereits um 05.00 Uhr gingen an diesem Morgen in der Piansecco-Hütte die Lichter an. Eine lange Route stand uns bevor, welche sich diesmal nicht nur auf die Wanderwege beschränkte. Die Marschroute war demzufolge in der Theorie auf der ganzen Karte möglich.Um uns nach dem Frühstück einzulaufen, begannen wir die Tour auf einem Wanderweg, welcher in nordöstlicher Richtung von der Hütte wegführte. Doch nach einer guten Stunde gemütlichen Wanderns war es soweit, wir hatten die Stelle erreicht, an welcher wir den Wanderweg verlassen mussten. Also stiegen wir zuerst über eine Wiese gute 400 Höhenmeter auf. Irgendwann wurde die Wiese dann zu Fels und Geröll, doch auch dies sollte uns nicht daran hindern, unser Tagesziel, den Piz Pesciora (3120m) zu erreichen. Irgendwann hatten wir auch die Stelle mit dem Geröll überwunden, ab dann lag nur noch Schnee und Nebel vor uns. Wir tappten uns Schritt für Schritt nach vorne und legten so einen Höhenmeter nach dem anderen zurück. Dieses Teilstück war mit Abstand am anstrengendsten. Der Wind pfiff uns um die Ohren, mit dem Nebel hatten wir nur noch eine Sichtweite von wenigen Metern und der Boden war eisig und abschüssig. Jedem von uns war bewusst, ein Fehltritt und wir würden uns ein paar hundert Meter weiter unten wieder finden, in welchem Zustand wollte sich in diesem Moment niemand ausmalen. Aber es ging weiter, mit voller Konzentration auf die Schritte und den Halt unter den Füssen tasteten wir uns bergauf. Die anderen Gruppen konnte man hören als würden sie neben uns hergehen, der Schall wurde von den schroff emporragenden Felswänden dermassen kanalisiert.Doch in Wirklichkeit waren diese etliche Meter von uns entfernt, sehen konnte man sowieso niemanden, der Nebel war zu dick.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge12.jpg" alt="Gebirge 12" /></p>
<p>Es weiss heute niemand mehr genau, wie lange wir in dieser Umgebung noch weiterliefen. Irgendwann sagte unser Bergführer zu uns, wir sollten uns auf die Felsplatte setzen, die Passhöhe sei ganz nah. Wir glaubten ihm das und setzten uns hin, sehen konnten wir ohnehin nicht viel. Er sagte, dass er uns rufen würde, wenn wir nachstossen sollten, er würde den anderen Gruppen helfen, über den Grat zu kommen. Erst da merkten wir, wie kalt es eigentlich war. Wir sassen schweissgebadet da, während wir dem Wind zum Opfer fielen. Auch hatten wir Bedenken, dass Steine auf uns fallen könnten, denn wir hörten wie die anderen Gruppen an einem Seil den Grat hochkletterten. Dabei scharrten sie mit den Füssen immer wieder kleine Steinchen und Schutt aus der Felswand, welche dann nach unten stürzten. Das ganze Spektakel muss sich unmittelbar über uns abgespielt haben, wir hörten jedes Wort, jedes Kommando der Bergführer klar und deutlich.</p>
<p>Nach sicherlich über einer Stunde wurden wir gerufen, wir sollten nun auch zum Kletterseil kommen, wir würden dann über den Pass geführt. Also montierten wir unsere Kletterhelme und gingen noch ein paar Schritte bergwärts. Bald schon sahen wir den Grat, unser Bergführer sass oben und instruierte uns, wie wir uns mit den Händen hochziehen sollten. Auch bei uns fielen Schutt und Geröll aus der Wand. Es war steil. Der Grat war genau auf 3‘002 Metern über Meer, dieses Ziel konnten wir also gerade noch erfüllen, doch als wir uns die letzte Armlänge hochzogen und den Kopf über den messerscharfen Felsen streckten, waren wir alle ruhig. Es brachte keiner von uns noch ein einziges Wort über die Lippen. Etwa doppelt so hoch und ebenso steil wie es eben mit dem Kletterseil das letzte Stück hochgegangen war, ging es auf der anderen Seite wieder runter.</p>
<p>Von den Bergführern der anderen Gruppen war dort bereits eine Begehbarmachung eingerichtet worden, an welcher wir uns nun sichern sollten. Das Spektakel hatte also noch kein Ende gefunden, so stiegen wir ebenso mühsam wieder hinunter. Nach zweimaligem Abseilen und x-fachem Wechsel der Begehbarmachung erreichten wir wieder einigermassen festen Boden unter den Füssen. Wir standen nun auf dem nächsten Gletscher, auf welchem wir das Mittagessen einnehmen durften.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge11.jpg" alt="Gebirge 11" /></p>
<p>Nach dem Essen wurden wiederum Seilschaften à drei Mann gebildet, die Steigeisen wurden montiert. Nun ging es den Gletscher hinunter. Wir machten zirka zwohundert Höhenmeter, bevor wir erneut über eine kleinere Felswand mussten. Diese stellte jedoch kein grösseres Hindernis dar, also gingen wir direkt in den Seilschaften darüber. Wieder zurück auf dem Gletscher legten wir nochmals ein paar Höhenmeter zurück und kamen so gegen 18.00 Uhr in der SAC-Hütte Rotondo<br />
an.<br />
Vor dem Essen waren einige Aspiranten noch mit der Fuss- und Blasenpflege beschäftigt. Nach dem Essen waren alle relativ rasch im Bett. Mit solch einer anstrengenden Tour hatte niemand von uns gerechnet.</p>
<p><em>Freitag, 27. Juli 2007</em></p>
<p>Erstes Gesprächsthema nach dem Morgenessen war das bevorstehende Wochenende. Jeder von uns freute sich darauf, wir hatten es uns auch redlich verdient. Doch die Ernüchterung folgte wenig später gratis und ohne Bestellung, wir befanden uns noch immer auf gut 2‘500 Metern über Meer. Unsere Gebirgsspezialisten legten noch einen drauf und bereiteten eine Klettertour für diesen Morgen vor.</p>
<p>So war es dann auch, bevor wir uns an den Abstieg machten, wurde zuerst noch geklettert. Wirklich Lust darauf hatten die wenigsten, schmerzten doch bei allen die Füsse recht übel. Doch wir bissen nochmals die Zähne zusammen und absolvierten mindestens zwo Touren. Danach verstauten wir das ganze Material in den Rucksäcken und begaben uns auf den Abstieg.</p>
<p>Kurz vor dem Mittagessen trafen wir dann in der Kaserne Andermatt ein. Nach dem Schlussrapport mit Major Fiesci konnten wir unsere individuelle Heimreise antreten.</p>
<p>In unseren Köpfen wirkten noch immer die Erinnerungen und Gedanken an eine harte, schweisstreibende Woche, in der es viele Hinternisse zu überwinden gab. Aber auch Erinnerungen an eine Woche mit herrlichen Aussichten, wunderbaren Eiswelten, gewatigen Felsgebilden. Das Geleistete wird sicher allen noch viele Jahre in Erinnerung bleiben!</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge6.jpg" alt="Gebirge 6" /></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge7.jpg" alt="Gebirge 7" /></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge8.jpg" alt="Gebirge 8" /></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge9.jpg" alt="Gebirge 9" /></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/gebirge10.jpg" alt="Gebirge 10" /></p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/siegenthaler.jpg" alt="Siegenthaler" /> Lt Reto Siegenthaler</p>
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		<title>Fachausbildung EKF</title>
		<link>http://www.os65.ch/ekf/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 06:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Heutzutage werden Kriege nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld entschieden. Von entscheidender Bedeutung über Sieg oder Niederlage sind unter anderem auch Informationen über die gegnerischen Mittel und deren Standorte. Aus diesem Grund hat die Schweizer Armee schon vor Jahren ein Gebiet der elektronischen Kriegsführung (EKF) geschaffen. Die sechs Aspiranten aus dem Bereich EKF verbrachten drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/ekf1.jpg" alt="EKF 1" /></p>
<p><em>Heutzutage werden Kriege nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld entschieden. Von entscheidender Bedeutung über Sieg oder Niederlage sind unter anderem auch Informationen über die gegnerischen Mittel und deren Standorte. Aus diesem Grund hat die Schweizer Armee schon vor Jahren ein Gebiet der elektronischen Kriegsführung (EKF) geschaffen. Die sechs Aspiranten aus dem Bereich EKF verbrachten drei Wochen in Jassbach/Schwarzenburg, um dort eine fachspezifische Ausbildung zu geniessen.</em></p>
<p>In der ersten Woche mussten wir – wie alle Aspiranten – erst am Montagabend einrücken. Sodann richteten wir uns in den Zimmern ein und bekamen erste Aufträge für den folgenden Tag. Die eigentliche Ausbildung ging aber erst am Dienstagmorgen los: Wir lernten die Richtstrahlantenne (Systeme zur Datenübertragung via „Luft“), deren Spezifikationen und Aufbau kennen. Nicht zu kurz kamen dabei ein Teil über die Theorie der Wellenausbreitung und wie und warum so ein Gerät funktioniert. Vor allem die praktischen Teile, wie der Aufbau, werden in Zukunft unsere Unterstellten übernehmen, als Vorgesetzter muss man jedoch eine minimale Ahnung von den Systemen haben.</p>
<p>Am Nachmittag wurde dann noch ein zukünftiger Einsatzstandort besichtigt, bevor es am Abend zusammen mit der RS aus Jassbach in den fakultativen Ausgang nach Thun ging. Am Mittwoch kamen wir dann – wie wir später sagen würden – zum Höhepunkt der Woche. Um 08.00 Uhr mussten wir mit Ausrüstung auf dem Standort „Bütschelegg“ sein. Dort wurden wir in den Ablauf eines Standortbezuges eingeführt und geschult. Dies wird auch unsere spätere Aufgabe als Zugführer sein. Die Lehren, die alle zogen, werden wir wohl nicht so schnell vergessen. So ist es aufgrund des Personalmangels in der Armee zeitweise angebracht, einer Person mehrere Aufgaben gleichzeitig aufzutragen (z.B. Torwache und Telefondienst). Es ist erstaunlich, was alles getan werden muss, bis ein Standort tatsächlich bezugsbereit ist. So müssen nebst der gesamten Vorbereitung eine komplette Systemkontrolle und eine Erkundung stattfinden. Hier muss auch der Grundbesitzer kontaktiert werden. Erst wenn man all dies erledigt hat, kann man in den eigentlichen Einsatz gehen.</p>
<p>Am Abend kamen wir schliesslich noch in den Genuss, den Unterschied zwischen taktischen und operativen Systemen sowie die Aufgabe der EKF kennenzulernen. Hierzu nur soviel: Auch wenn der Name diesen Trugschluss zulässt, wird die EKF nicht nur imKrieg eingesetzt. Sie hat vielseitige Aufgaben und wirdzur Überwachung der Funkfrequenzen auch an der EURO 08 eingesetzt (es soll vermieden werden, dass verschiedene Funknetze auf derselben Frequenz betrieben werden). In naher Zukunft kommen dann neue Systeme hinzu, welche es unter anderem einem Kommandanten ermöglichen, bei Naturkatastrophen via Radio die Bevölkerung in der Region zu informieren – auch wenn die staatlichen oder privaten Radiosendestationen nicht mehr funktionsfähig sind.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/ekf2.jpg" alt="EKF 2" /></p>
<p>Am Donnerstag und am Freitag ging es dann noch darum, am Simulator Peilungen von Funksignalen vorzunehmen, diese zu Funknetzen zusammenzuführen und so den Kommandostandort zu lokalisieren. Mittels Abhören des Funkrauschens (bei digitalen Gesprächen hört man nur ein Rauschen) kann ausserdem festgestellt werden, um welche Art von Gerät es sich handelt und somit ein Schluss auf die Art der Truppe gezogen werden.</p>
<p>Am Sonntagabend der zweiten Spezialausbildungswoche mussten wir schliesslich nicht mehr nach Jassbach, sondern nach Schwarzenburg in die RS einrücken, um dort die Theorie der Vorwoche noch praktisch zu erproben. Leider fand in dieser Woche aber auch die Inspektion statt, so dass wir Spezialaufträge fassten und die Führungsaufgaben zu kurz kamen.</p>
<p>So auch gleich am Montag. Zu sechst machten wir uns auf, einen Biwak- und einen Einsatzstandort zu erkunden. Das Ganze gestaltete sich dabei schwieriger als erwartet, da die entsprechenden Kontaktpersonen nicht anwesend waren. Schliesslich schafften wir es aber doch und lieferten – nach Meinung der Vorgesetzten – zwei genügend bis gute (perfekt gebundene) Erkundungsberichte ab. Am nächsten Tag war das aber schon wieder vergessen und der Teil „Einsatz“ wurde in die Tat umgesetzt. Dabei war es sehr lehrreich zu sehen, wie genau ein Einsatz abläuft. So geht der Zugführer zusammen mit einem Vordetachement von der Einsatzstelle aus direkt auf den Standort. Dort angekommen tätigt er letzte Vorbereitungen für den Bezug, während der Rest des Vordetachementes bereits mit dem Bau einer Telefonleitung beginnt. Währenddessen wartet der Rest des Zuges getarnt in der Nähe (einige Kilometer entfernt) auf die Rückkehr des Zugführers. Er kommt also nach Beendigung der Vorbereitungen zum Zug und gibt dort eine Befehlsausgabe an seine Gruppenführer. Oftmals geschieht dies anhand eines Geländemodells. Erst jetzt verschiebt der Zug fahrzeugweise zum Standort und beginnt mit dem eigentlichen Aufbau und dem Einrichten. Wenn man dann als Zugführer einen realen und keinen fiktiven Zug mit 15 Leuten unter sich hat, sieht das ganze theoretisch Gelernte doch schon wieder ganz anders aus. Am Dienstagabend konnten wir dann auch ein wenig Führungserfahrung sammeln, da der Zugführer an einen Rapport musste und wir Aspiranten somit den Standort führten.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/ekf3.jpg" alt="EKF 3" /></p>
<p>Zu beachten gilt auch, dass man Materialdepots erstellt, Leitungen baut, Antennen aufstellt und Generatoren betreibt. All diese Objekte sind vor allem für Tiere sehr ungewohnt und spätestens wenn das Telefon nicht mehr funktioniert bemerkt man, dass Kühe gerne Leitungen voneinander beissen. Die Reperatur ist reine Routinesache.</p>
<p>Als das gesamte Kader mitten in der Nacht auf Mittwoch um 02:00h aufgeweckt knapp 250‘000 Fr. war in ca. 7m Höhe voneinander gefallen (ob Pferde in die Abspannungen rannten oder einfach nur das Material müde wurde ist noch unklar). Schliesslich mussten wir erfahren, dass die Pferde weiterhin<br />
aggressiv das Materialdepot und den Generator attackierten. In der Folge wurden sie vom Bauer von der Weide geführt und wir konnten (zusammen mit Militärpolizei und allen möglichen vorstellbaren Vorgesetzten) den Schaden am nächsten Morgen ohne Angst vor erneuten Pferdeattacken begutachten.</p>
<p>Nach dem Einsatzende wurden alle Geräte wieder zusammengeräumt, gereinigt und schliesslich dem Zeughaus zurückgegeben. Diesen (unbeliebten) Teil des Einsatzes nutzte der Zugführer wiederum dazu, uns ein wenig mehr Führungserfahrung zukommen zu lassen.</p>
<p>In der letzten Woche waren wir wieder in Jassbach stationiert, wobei wir am Montag einen 40km Marsch über verschiedenste Anhöhen zurücklegten. Am Dienstag schliesslich kamen wir nochmals in den Genuss einer praktischen Lektion „Befehlsausgabe“. Danach ging’s in den 1. August-Urlaub bis am Donnerstagmittag. Am Donnerstag bekamen wir gleich Befehle vorgelegt und mussten einen Standortbezug vorbereiten, diesen gemäss bekanntem Schema mit einem fiktiven Zug beziehen und schliesslich auch noch dort übernachten. Glücklicherweise handelte es sich um einen Bauernhof, so dass wir trocken auf Stroh schlafen konnten. Am Folgetag hiess es dann zuerst zusammenräumen, sodann erneut auf die „Bütschelegg“ verschieben, wo wir nochmals eine Theorie über den kompletten Übungsablauf (begonnen mit den Vorbereitungen drei Monate vor dem Einsatz) und die einzelnen Tätigkeiten während den Phasen bekamen.</p>
<p>Das war’s dann aber schon von den EKF-Wochen. Während diesen drei Wochen haben wir mehr über die EKF erfahren, als in den 22 vorangehenden Wochen RS und Anwärterschule. Die Tätigkeiten eines EKF Zugführers wurden uns vor Augen geführt, wir konnten selbst Erfahrungen sammeln, haben diverse Befehlsausgaben verfasst und nicht zuletzt auch den Einsatzablauf kennen gelernt. Nach diesen drei Wochen haben wir das Gefühl bekommen, in der Verbandsausbildung fähig zu sein einen Zug zu führen.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/buesser.jpg" alt="Buesser" /> Lt Roger Büsser</p>
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		<title>Schlacht um Langenzinggen</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 06:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Strahlend blauer Himmel, endlos weites Meer, Sandstrand mit Palmen und mittendrin ich, liegend in einer Hängematte, das Leben geniessend und an nichts anderes denkend, als an strahlend blauen Himmel und endlos weites Meer. „Tagwache, auf, in fünf Minuten alle im Theoriesaal, bereit für Befehlsausgabe“ Mit diesen Worten wird man aus den schönsten Träumen geweckt. Nachtübung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/langenzinggen1.jpg" alt="Langenzinggen" /></p>
<p>Strahlend blauer Himmel, endlos weites Meer, Sandstrand mit Palmen und mittendrin ich, liegend in einer Hängematte, das Leben geniessend und an nichts anderes denkend, als an strahlend blauen Himmel und endlos weites Meer. „Tagwache, auf, in fünf Minuten alle im Theoriesaal, bereit für Befehlsausgabe“ Mit diesen Worten wird man aus den schönsten Träumen geweckt. Nachtübung beginnt.</p>
<p>Die ersten vier Wochen unserer Offiziersschule waren geprägt von Nachtübungen. Allzu oft hörte man vor dem Schlafengehen Aussagen wie „Heute Nacht gibt es sicher eine Übung“. Natürlich waren diese Behauptungen völlig aus der Luft gegriffen, bewahrheiteten sich leider doch des Öfteren. Angefangen mit „eine Stunde früher aufstehen“ weil das Gewehr nicht sauber geputzt war, bis hin zu Nachtmärschen mit Vollpackung inklusive Biwakbau.</p>
<p>Eine Nachtübung blieb uns allen ganz besonders. Wieder einmal wurden wir unsanft aus dem Schlaf gerissen. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet, dass man etwa 1 Stunde geschlafen hatte. Nach zwanzig Minuten waren alle bereit, die Gesichter mit Tarnstift grün und braun bemalt. Jetzt hiess es Sim-Ausrüstung (Simulationswesten, die die Kampfsimulation mit Sturmgewehren ermöglicht) montieren und Nachsichtgeräte fassen. Während in manchen Aspirantengesichtern richtige Vorfreude abzulesen war („In jedem Mann steckt doch ein kleiner Bub“), war aus anderen die Müdigkeit noch nicht ganz entwichen. Nichts desto trotz waren alle gespannt was die Nacht noch bringen würde.</p>
<p>Nachdem alle Gewehre richtig eingestellt und die Munition gefasst war konnte es losgehen. Während sich die Verteidigergruppe rund um ein kleines Häuschen mitten im Wald verschanzte, brütete die Angreifergruppe über den Angriffsplänen. Die Nacht war stockdunkel, doch dank modernster Technik blieb kein Gegner unerkannt. Stundenlang lagen die Verteidiger wartend in den Büschen, immer wieder aufgeschreckt von knacksenden Ästen oder dubiosen Lichtquellen. Eine unheimliche Stille lag in der Luft. Doch plötzlich gellten die ersten Schüsse durch den Wald. Alle waren wieder hellwach. Erste Gestalten tauchten aus der Dunkelheit auf. Man versuchte sie anzuvisieren und zu treffen, doch so leicht, wie man sich das vorgestellt hat, war es nicht. Immer mehr Gegner waren zu sehen. Und plötzlich wurde man selber beschossen. Sich möglichst klein machend versuchte man weiter möglichst viel zu treffen. Immer mehr Angreifer sanken getroffen zu Boden. Auf einmal ging alles schnell. Ein Trupp versuchte das Häuschen der Gegner zu stürmen, Schüsse fielen und dann war es aus. Der Angriff war gestoppt, Sieg für die Verteidiger. Erschöpft aber zufrieden traten wir die Rückreise an, die Sieger zur Belohnung motorisiert, die gescheiterte Angreifergruppe zu Fuss. Nach der Reinigung des Materials blieb wie so oft keine Zeit mehr für Schlaf und deshalb hockten wir uns direkt ans Frühstück, zwar ausgelaugt, aber doch mit einer Erinnerung mehr im Kampfrucksack.</p>
<p><img src="http://www.os65.ch/wp-content/uploads/2007/09/wirz.jpg" alt="Wirz" /> Lt Roland Wirz</p>
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